Runde 4: Simon Diaz (RG Aggro) und Ferdinand Kieckhöfer (Esper Control)

Bisher sind beide Spieler ungeschlagen und mit einem weiteren Sieg relativ sicher in der Top 8.

Beide eröffnen mit dem, was ihr Deck am besten kann. Simon mit Birds of Paradise, Ferdinand mit Dead Weight. Zu Simons Überraschung resolvt Green Sun’s Zenith und so kann Strangleroot Geist sein Unwesen treiben. Währenddessen gräbt Ferdinand weiter mit Forbidden Alchemy nach Antworten und erlaubt Simon, einen als zweiten Geist getarnten Phyrexian Metamorph auf den Tisch zu bringen. Die Wahl des nächsten Threats ist dann schon schwerer, denn diesmal hat Ferdinand offenes Mana. Der Green Sun’s Zenith für zwei wird dann auch dementsprechend gecountert.

Ferdinand versucht, sich mit Sorin, Lord of Innistrad zu stabilisieren, aber der Plan scheitert an Bonfire of the Damned für zwei (kein Wunder, aber trotzdem verdammt gut). Der folgende Angriff tötet den Planeswalker auch schon wieder.

Nächster Versuch: Phantasmal Image kopiert einen Geist und will blocken. Bevor Simon dann angreift, zielt er mit Kessig Wolf Run auf das Image, was es wenigstens schon das erste Mal tötet. Ferdinand, der sich auf sechs Leben befindet, will sich allerdings nicht so leicht geschlagen geben und fährt seine Schilde mit Batterskull hoch. Viridian Corrupter zerstört sie dann allerdings vollständig und der nachfolgende Angriff bringt ihn auf vier Lebenspunkte.

Enter Terminus! Die Hexerei leert den Tisch und schafft Raum zum Atmen. Simons folgender Wolfir Avenger ist dann auch kein Problem für Ferdinand, der mit Sun Titan into Phantasmal Image into Land plötzlich ziemlich gut dasteht. Selbst Sword of War and Peace ist kein Problem, denn Inkmoth Nexus blockt zuerst kurzfristig und dann erledigt Liliana of the Veil den Rest. Dieser überwältigenden Mehrheit muss sich Simon kurz darauf beugen.


Simon Diaz

Ferdinand Kieckhöfer 1 – 0 Simon Diaz

Nach erstaunlich wenig Action in den ersten Rundne eröffnet Simon im dritten Zug (dieser Kessig Wolf Run aber auch!) mit Strangleroot Geist. Für Ferdinand bleibt es bei wenig Action, denn er sucht vergeblich nach dem dritten Land, kann aber wenigstens Sword of War and Peace mit Divine Offering abrüsten. Als er endlich wenigstens ein kleines bisschen Mana mehr hat, ist er schon bei 14 Leben. Gegenwehr: Oblivion Ring kümmert sich um den Geist, allerdings hat Simon am Ende des Zuges Wolfir Avenger und in seiner Runde auch noch einen weiteren Strangleroot Geist. Ein letzter Versuch, das Ganze rumzureißen, ist Batterskull, worauf Simon nur erwidert: „Ich zeige dir diesen Act of Aggression und wir gehen ins nächste Spiel. Das war nämlich nicht schön.“


Ferdinand Kieckhöfer

Ferdinand Kieckhöfer 1 – 1 Simon Diaz

Das entscheidende Spiel um trockene Tücher geht interessant los. Simon eröffnet mit dem Aggrostandard aus Birds of Paradise und Wolfir Avenger, während Ferdinand zunächst nur zwei Ebenen hat (no Mana Leak for you!), dann aber die rettende Insel und Lingering Souls spielt. Simons erstes Sword of War and Peace kann er dann mit Oblivion Ring handeln, muss aber vom zweiten eine Menge Schaden nehmen und auf 8 Lebenspunkte gehen, bevor er dieselbe Prozedur vornehmen kann. Ein Geist taucht nebenbei mit Strangleroot Geist (ihr wisst, „tauschen“), aber der Druck, den Simon ausübt, wird nicht weniger.

Ein bisschen komfortabler wird es wenig später: Timely Reinforcements beweist mal wieder, dass es den treffendsten Namen im Format hat. Die neu rekrutieren Soldaten sterben aber schnell in einem Krieg, den sie nicht gewinnen können, denn nachdem Phantasmal Image (als Geist) in einen zweiten Wolfir Avenger gelaufen ist, können sie kurz darauf nur chumpblocken und die 11 Lebenspunkte ihres Beherrschers retten. Simon arbeitet sich mit seinen zwei Wölfen durch alle Spielsteine, die Ferdinand zu bieten hat. Die nächsten Opfer sind Geister, courtesy of Lingering Souls. Zealous Conscripts bringen Phantasmal Image um, und zwingen Ferdiand dazu, seinen letzten Geist zum Blocken zu verwursten und die Conscripts mit Go for the Throat zu versehen.

Noch ist aber das letzte Wort nicht gesprochen, denn Snapcaster Mage sorgt für weitere Timely Reinforcements. Außerdem erwidert er Simons Huntmaster of the Fells mit Phantasmal Image und schon wieder ist der Tisch auf beiden Seiten voll.

Das Problem sind allerdings die Wolfir Avenger. Ungeachtet dessen, was um sie herum geschieht, erzwingen sie schlechte Blocks für Ferdinand und leben. Ein Terminus wäre hier die Rettung. Vom Regen in die Traufe gelangt er dann dadurch, dass er nichts mehr spielen kann und so Simons Huntmaster of the Fells zum Ravager wird. Der folgend Angriff bringt ihn dann genau auf einen Lebenspunkt. I can haz Terminus plz? Leider nicht (sich für das Miracle von Terminus das Mana hinzutappen wäre eh nicht so spektakulär gewesen wie bei Cruel Ultimatum). Simon gewinnt und ist somit nach vier Runden ungeschlagen!

Ferdinand Kieckhöfer 1 – 2 Simon Diaz

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