Feature Match Runde 2: Thoralf „Toffel“ Severin (Delver) vs. Andre „TrashT“ Müller (Frites Reanimator)

Nach einer Runde befinden sich beide Spieler schon im Single-Elimination Modus. Mit zwei Losses, die in den ersten beiden Runden eingefahren wurden, ist die Chance auf eine Top 8 hier gleich null. Als Zuschauer haben wir übrigens Ashraf Abou Omar am Tisch, der nach einer Niederlage ein Bye hat und somit schon 1-1 steht.

Toffel darf mit einer Insel beginnen, Trash erwidert mit Copperline Gorge und Avacyn’s Pilgrim, der sich aber gleich Gut Shot fängt. Toffel startet seine Action mit Honor of the Pure und Geist of Saint Traft, während Trash mit Tracker’s Instincts, die Elesh Norn, Grand Cenobite auf die Hand holen (keine andere Wahl) und Lingering Souls dagegenhält.

Der Druck ist eindeutig auf Toffels Seite, denn er kann mit Lingering Souls und einer weiteren Honor of the Pure so große Tiere erstellen, dass selbst Trashs nach einem Flashback jetzt vier Geister nur traurig zusehen können, wie ihr Beherrscher vermöbelt wird.


Griseltrashs Lebenspunkte schwinden

Andre Müller 0 – 1 Thoralf Severin

Diesmal darf Trash anfangen und tut dies originell mit Wald und Avacyn’s Pilgrim. Toffel antwortet mit Honor of the Pure, Gut Shot auf den armen Pilger und Geist of Saint Traft. Trash bringt währenddessen seine Mühlmaschine in Gang und holt sich mit Mulch zwei Länder auf die Hand und Unburial Rites und Faithless Looting auf die Hand. In der nächsten Runde wird dann dementsprechend gelootet und Elesh Norn, Grand Cenobite abgeworfen.

Toffels Boardpräsenz erweitert sich um Snapcaster Mage, der die soeben gespielte Gitaxian Probe noch mal spielt und nebenbei also vier Leben verliert und auf 12 geht, durch den folgenden Angriff seinen Gegner aber auf exakt dieselbe Anzahl bringt.

Trash stabilisiert sich mit Huntmaster of the Fells und will so Toffels Armee stoppen. Ungeachtet dessen greift der wieder mit beiden Kreaturen an und so schmeißen sich Wolf und Herrchen vor den 3/3-Geist. Die vier Schaden vom Engel bekommt Trash übrigens nicht, denn er kennt sich mit dem neuen Infraction Procedure Guide (IPG) aus und muss Toffel nicht daran erinnern, dass er vergessen hat, den Engel ins Spiel zu bringen. Nach einem kurzen Judgecall wird diese neue Regelung bestätigt und Toffel wirkt ein wenig konsterniert.

Eine weitere Runde später treffen sich nichtsdestotrotz ein weiterer Geist und ein weiterer Huntmaster, die wieder unter Zuhilfenahme eines Mehrfachblocks (Trash blockt aus Angst vor Vapor Snag mit drei Kreaturen und lässt sieben Schaden durch) das Zeitliche segnen. Aber wenigstens ist der Engel diesmal durchgekommen.

Wenig später ist dann Stall angesagt. Toffel kontrolliert Delver of Secrets und zwei Snapcaster Mage (der zweite hat mit Gut Shot Birds of Paradise abgeschossen), während Trash zwei Wölfe und zwei Geister (ein flashgebacktes Lingering Souls natürlich) sein Eigen nennt. Den dritten Wolf macht dann der dritte Huntmaster of the Fells. Die Ironie des Schicksals und Toffels Sargnagel ist einen Zug später, dass er seinen Zug abgibt, ohne etwas zu spielen und Trash daran erinnert, dass sein Wolf sich zu Ravager of the Fells verwandelt, ohne es zu müssen. Die Moral von der Geschichte: Nett sein bringt einen manchmal ins Grab.

Andre Müller 1 – 1 Thoralf Severin


Toffelcyn Restored

Die nächste Partie eröffnet Toffel mit Gitaxian Probe, kann also vorhersehen, dass Trash Faithless Looting spielen und Griselbrand sowie Unburial Rites abwerfen wird. Gut vorbereitet zündet er aber im nächsten Zug seine Nihil Spellbomb und entledigt sich des toten Dämonenfürsten. Jetzt kann die Offensive aus Snapcaster Mage und Delver of Secrets beginnen.

Trash wurstelt sich währenddessen mit Tracker’s Instincts und Mulch durch sein Deck, muss aber wieder Elesh Norn, Grand Cenobite auf die Hand nehmen. Seine Boardpräsenz besteht währenddessen nur aus Avacyn’s Pilgrim, der mal wieder in den Gut Shot wird. Mana hat er in diesem Match noch nie gemacht. Der Pilgertötungsspruch hat auch Toffels Delver geflippt und so kann er Trash auf sechs Lebenspunkte bringen und die Situation mit einer weiteren Nihil Spellbomb absichern.

Bevor wir aber fortfahren können, kommt der nächste Judgeruf. Wir wollen ja auch etwas lernen hier. Toffel bemerkt nämlich in Trashs nächstem Zug, dass Trash in der letzten Runde acht Karten auf der Hand hatte. Das Resultat ist ein Warning für Trash, aber er kann seine Handkarte behalten. Die offizielle Zeit ist jetzt übrigens um, aber die beiden erhalten fünf Minuten mehr.
Die brauchen sie aber nicht mehr, denn Trash wühlt sich ein bisschen durch seine Bibliothek und spielt Birds of Paradise, die aber nicht genug sind, um gegen einen weiteren Snapcaster Mage nicht genug sind. Die Fairness gewinnt also am Ende doch!

Andre Müller 1 – 2 Thoralf Severin

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